Schauen wir mal aufs Wasser: da sind mit großem Hallo ganze Jugendabteilungen unterwegs; da fährt das schon betagtere Ehepaar flott und spritzig seinem Ziel entgegen; da fährt der Opa mit dem Enkelkind im Topo-Duo, die beiden haben einen Mordsspaß, und die Oma ist natürlich auch dabei.
Wenn man das ganze bunte Treiben um sich herum einmal aufmerksam beobachtet, stellt man fest, dass da auch eine ganze Menge Anfänger unterwegs sind. Man erkennt dies meist am Gesichtsausdruck, wenn es einen etwas spritzigeren und flotteren Schwall hinuntergeht, der dann auch noch blöderweise auf eine eindrucksvoll bis in den Himmel ragende Felswand zugeht. Die Kurve kriegen die Meisten noch, aber das nachfolgende Kehrwasser schlägt vollkommen überraschend, ohne auf Alter, Ansehen und gesellschaftliche Position der betreffenden Person Rücksicht zu nehmen, unerbittlich zu. Das hat zur Folge, dass der Proband /die Probandin eine unfreiwillige Schwimmeinlage zum Besten gibt.
Es sind jedoch viele helfende Hände da, die sich um die nun aufgelöste Einheit von Paddler, Paddel, Boot und sonstigem Zubehör kümmern, welches sich, ab jetzt unabhängig voneinander, flussabwärts bewegt. Wenn es denn schwimmfähig ist. Wenn nicht, müssen die abgetauchten Sachen als in Verlust geraten abgehakt werden.
Eine Garantie für guten Wasserstand und strahlenden Sonnenschein gibt es im frühen Frühjahr in dieser Gegend – wie in anderen auch – natürlich nicht. Man fährt hin, der Kameradschaft und der schönen Landschaft wegen, denn die Landschaft ist auch bei miesem Wetter noch eine Reise wert. Man muss die Schönheit nur sehen wollen.